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Badumbau · Standort

Barrierefreies und altersgerechtes Bad in Stuttgart: Förderung, Kosten und Beratung

Stuttgart hat für den barrierefreien Badumbau ein eigenes städtisches Zuschussprogramm, das den Eigenanteil nach der Pflegekasse erheblich senken kann. Derzeit nimmt die Stadt Anträge an, kann sie aber noch nicht bearbeiten. Hier finden Sie die Beträge, den aktuellen Stand, eine ehrliche Kostenspanne und kostenlose Beratung.

Die Inhalte entstehen auf Basis offizieller Quellen wie Pflegekassen (§ 40 SGB XI), KfW, Bundesgesundheitsministerium, Verbraucherzentrale und der DIN 18040; die verwendeten Quellen stehen am Ende des Beitrags.

Modernes barrierefreies Bad in einem Stuttgarter Einfamilienhaus: ebenerdige Dusche mit Haltegriffen, sandfarbene Fliesen, warmes Tageslicht.
Symbolbild

Wer in Stuttgart das Bad barrierefrei umbaut, kann zusätzlich zur Pflegekasse einen kommunalen Zuschuss der Landeshauptstadt beantragen. Das Programm „Barrierefreies und altersgerechtes Wohnen" nennt die bodengleiche Dusche, Haltegriffe und weitere Umbauten ausdrücklich als förderfähig. Wichtig zum aktuellen Stand: Die Stadt nimmt Anträge entgegen, bearbeitet sie aber noch nicht, weil die Fördermittel noch nicht bereitstehen (Stand 05.08.2026).

Wichtig ist die Reihenfolge: Den Antrag müssen Sie vor Beginn der Arbeiten stellen. Die DRK-Wohnberatung Stuttgart hilft beim Antrag und berät kostenlos und unabhängig von Handwerkern. Ob Sie den Umbau altersgerecht, barrierefrei oder behindertengerecht nennen: Die Stuttgarter Richtlinie führt ihn unter dem Titel „Barrierefreies und altersgerechtes Wohnen“, die Pflegekasse unter den wohnumfeldverbessernden Maßnahmen. Dieser Überblick fasst die Stuttgarter Förderung, eine realistische Kostenspanne und die Beratungsstellen zusammen.

Förderung für einen barrierefreien Badumbau in Stuttgart

Zusätzlich zu den bundesweiten Töpfen (siehe unten) gibt es in Stuttgart diese örtlichen Programme. Wichtig: den Antrag immer vor Beginn der Arbeiten stellen. Angaben sind möglich, keine Garantie.

Zuschuss

Förderprogramm barrierefreies und altersgerechtes Wohnen

60 bis 70 % des Eigenanteils, max. 10.000 € je Maßnahme (bis 30.000 € je Wohnung)

Landeshauptstadt Stuttgart

Voraussetzung: Barrierefreier Umbau in Stuttgart, Antrag vor Beginn der Arbeiten, Beratung durch DRK-Wohnberatung vor dem Antrag empfohlen

Hinweis: Derzeit keine Auszahlung: Die Stadt schreibt, das Programm bleibe bestehen, die Fördermittel stünden aber noch nicht zur Verfügung. Anträge werden angenommen, können jedoch noch nicht bearbeitet werden (stuttgart.de, Seitenstand 04.03.2026, geprüft am 05.08.2026). Auch danach ist das Budget gedeckelt, es besteht kein Rechtsanspruch.

Zum Förderprogramm
Darlehen (Kredit)

Zusatzfinanzierung Barrierefreiheit (Z 15)

Darlehen bis 50.000 €, günstiger Zins, Tilgungszuschuss bis 1.500 €

L-Bank (Staatsbank Baden-Württemberg)

Voraussetzung: Ergänzende Finanzierung zum städtischen Programm möglich

Zum Förderprogramm
Bundesweit

Pflegekasse und KfW

Zuschuss bis 4.180 €

Mit anerkanntem Pflegegrad zahlt die Pflegekasse bis zu 4.180 € je Maßnahme für den barrierefreien Umbau (§ 40 Abs. 4 SGB XI). Der KfW-Zuschuss 455-B „Altersgerecht Umbauen“ ist derzeit nicht beantragbar, die Bundesmittel für Barrierereduzierung sind ausgeschöpft. Frühestens 2027 sind wieder Anträge möglich, zugesagt ist das nicht (Stand 4. August 2026). Es bleiben der KfW-Kredit 159 über bis zu 50.000 € je Wohneinheit, ein Darlehen und kein Zuschuss, und die Steuerermäßigung nach § 35a EStG.

Förderung im Detail

Wie Stuttgart im bundesweiten Vergleich dasteht, zeigt unser Förderatlas barrierefreies Wohnen: eine Auswertung von 18 Städten, welche davon noch echte Zuschüsse zahlen und welche nur noch Kredite anbieten.

Was kostet ein barrierefreier Badumbau in Stuttgart?

Eine ebenerdige Dusche kostet eingebaut bundesweit rund 3.000 bis 8.000 Euro, je nach Fliesen, Ausstattung und Raumgröße. Im wirtschaftsstarken Stuttgart sind die Handwerkerpreise eher am oberen Rand der Spanne anzusetzen. Nach dem städtischen Zuschuss und der Pflegekasse bleibt der Eigenanteil deutlich kleiner. Den Förder-Check ohne Kontaktdaten finden Sie auf der Förderseite.

Förderung prüfen

Kostenlose Beratung in Stuttgart

Vor einer Entscheidung lohnt der Gang zu einer neutralen Beratungsstelle. Diese Stellen in Stuttgart beraten kostenlos und helfen auch beim Förderantrag:

Anbieter in Stuttgart finden und vergleichen

Stuttgart und die Region haben ein starkes Sanitär- und Badhandwerk. Neben bundesweiten Fachbetrieben gibt es viele eingesessene Firmen aus dem Stuttgarter Kessel, die mit den typischen Altbauten aus dem Gründerzeit- und Halbhöhenlagenbestand vertraut sind. Lassen Sie sich vor Ort messen und ein schriftliches Festpreisangebot geben, ohne Unterschriftsdruck. Den passenden geprüften Fachbetrieb finden Sie über die kostenlose, unverbindliche Anfrage bei hausnah24: Wir verbinden Sie mit geprüften Fachbetrieben, sobald die Vermittlung in Ihrer Region startet.

Mehr dazu: Anbieter vergleichen und der Badumbau-Überblick.

Badumbau in anderen Städten

Neben Stuttgart haben wir örtliche Förderung, Kostenspannen und Beratung auch für diese Städte geprüft:

Passende Ratgeber zum Thema Badumbau

Mehr Hintergrund, unabhängig und mit Quellen, im hausnah24-Ratgeber:

Häufige Fragen, Badumbau in Stuttgart

Wie viel Zuschuss zahlt die Stadt Stuttgart für einen barrierefreien Badumbau?

Die Landeshauptstadt Stuttgart fördert über das Programm „Barrierefreies und altersgerechtes Wohnen" bis zu 60 bis 70 Prozent des Eigenanteils, höchstens 10.000 Euro je Maßnahme. Den Antrag stellen Sie vor Beginn der Arbeiten. Die DRK-Wohnberatung hilft beim Antrag kostenlos.

Barrierefrei, altersgerecht oder behindertengerecht: Wo ist der Unterschied?

Im Alltag meinen alle drei Begriffe dasselbe Ziel, ein Bad ohne Stolperfallen. In den Förderrichtlinien steht meist barrierefrei: Das Stuttgarter Programm heißt „Barrierefreies und altersgerechtes Wohnen“, die Pflegekasse zahlt für wohnumfeldverbessernde Maßnahmen. Fachlich unterscheidet die DIN 18040-2 zwei Stufen. Barrierefrei heißt, das Bad ist ohne fremde Hilfe sicher nutzbar. Rollstuhlgerecht ist die strengere Stufe mit Bewegungsflächen von 150 mal 150 Zentimetern und einem unterfahrbaren Waschtisch. Für den Zuschuss zählt am Ende nicht der Name, sondern die einzelne Maßnahme, etwa die bodengleiche Dusche oder der Haltegriff.

Lässt sich der Stuttgarter Zuschuss mit der Pflegekasse kombinieren?

Ja. Der städtische Zuschuss und die Pflegekasse (§ 40 Abs. 4 SGB XI, bis 4.180 Euro je Maßnahme mit Pflegegrad 1 bis 5) lassen sich für verschiedene Maßnahmen kombinieren. Entscheidend: Es darf keine Doppelförderung derselben Kosten geben. Den KfW-Zuschuss 455-B können Sie derzeit nicht beantragen, die Bundesmittel für Barrierereduzierung sind ausgeschöpft. Frühestens 2027 soll eine Antragstellung wieder möglich sein, zugesagt ist das nicht (Stand 4. August 2026). Offen bleibt der KfW-Kredit 159 mit bis zu 50.000 Euro je Wohneinheit, das ist ein Darlehen und kein Zuschuss. Den Antrag bei jeder Stelle vor Baubeginn stellen.

Was kostet eine ebenerdige Dusche in Stuttgart ungefähr?

Bundesweit liegen die Kosten für eine eingebaute ebenerdige Dusche zwischen rund 3.000 und 8.000 Euro. In Stuttgart und der Region sind Handwerkerpreise eher am oberen Ende anzusetzen. Mit dem Stuttgarter Zuschuss und der Pflegekasse lässt sich ein erheblicher Teil davon abdecken. Den Förder-Check auf unserer Förderseite zeigt, was in Ihrer Situation möglich ist.

Wo bekomme ich in Stuttgart eine kostenlose, unabhängige Beratung zum barrierefreien Bad?

Die DRK-Wohnberatung Stuttgart berät kostenlos und unabhängig von Handwerkern. Die Pflegestützpunkte der Stadt informieren zur Pflegekassen-Förderung. Beide Stellen helfen auch beim Antrag.

Quellen

Diese Angaben dienen der allgemeinen Orientierung und ersetzen keine individuelle Beratung im Einzelfall. Förderbeträge sind möglich, keine Garantie; den Antrag in der Regel vor Beginn der Maßnahme stellen.