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Wärmepumpe

Bosch Wärmepumpe: Compress-Reihe neutral erklärt

Bosch Wärmepumpen sachlich eingeordnet: die Compress 5800i und 6800i AW mit R290, Vorlauf bis 75 Grad und der Bezug zu Buderus in der Bosch Thermotechnik.

Die Inhalte entstehen auf Basis offizieller Quellen wie KfW, BAFA, Verbraucherzentrale, co2online, Stiftung Warentest und Herstellerangaben; die verwendeten Quellen stehen am Ende des Beitrags.

Bosch ist als Marke weithin bekannt. Bei Heizung und Wärmepumpe tritt der Konzern unter Bosch Home Comfort (Teil der Bosch Thermotechnik) auf. Diese Seite ordnet die Wärmepumpen neutral ein, ohne Verkaufsversprechen und ohne erfundenen Testsieger.

Das Unternehmen

Bosch Home Comfort ist die Heiztechnik-Sparte des Bosch-Konzerns und produziert seit Langem in großem Maßstab für den deutschen Markt. Für die Kaufentscheidung zählt am Ende weniger der bekannte Name als die Frage, ob ein bestimmtes Gerät zu Ihrem Gebäude und Ihrem Wärmebedarf passt. Genau das prüft ein Fachbetrieb vor Ort.

Die Compress-Reihe

Die zentralen Luft-Wasser-Wärmepumpen von Bosch laufen unter der Reihe Compress. Im Wohnhaus sind heute vor allem zwei Modelle relevant: die Compress 5800i AW und die Compress 6800i AW. Beide sind Geräte der neuen Bosch-Wärmepumpen-Generation und teilen sich nach Herstellerangaben dasselbe Außengerät. Wichtig zu wissen:

  • Natürliches Kältemittel R290 (Propan). R290 hat ein sehr niedriges Treibhauspotenzial und gilt deshalb als zukunftssicher gegenüber älteren synthetischen Kältemitteln. Einen eigenen Förder-Bonus bringt das Kältemittel seit dem 21. Juli 2026 nicht mehr, der frühere Effizienzbonus ist entfallen.
  • Monoblock-Bauweise. Bei der aktuellen Generation sitzt der Kältekreis komplett in der Außeneinheit, im Haus wird sie über Wasserleitungen angebunden.

5800i AW oder 6800i AW

Der entscheidende Unterschied zwischen den beiden Modellen liegt in der möglichen Vorlauftemperatur, also der Temperatur, mit der das Heizwasser durchs Haus läuft.

  • Die Compress 5800i AW schafft laut Bosch bis zu 60 Grad Vorlauftemperatur. Das passt gut zu Neubauten und gut sanierten Häusern mit Fußbodenheizung oder großzügig ausgelegten Heizkörpern.
  • Die Compress 6800i AW erreicht laut Bosch bis zu 75 Grad und hält bei minus 10 Grad Außentemperatur noch bis zu 65 Grad, ohne den elektrischen Heizstab. Diese hohe Vorlauftemperatur macht sie auch für Altbauten mit klassischen Heizkörpern interessant. Mehr dazu auf der Seite Wärmepumpe im Altbau.

Bosch nennt für die Compress 6800i AW eine jahreszeitbedingte Leistungszahl (SCOP) von 4,77 bei einer Systemtemperatur von 35 Grad. Die SCOP ist ein Laborwert nach Norm und steht der Jahresarbeitszahl (JAZ) nahe, die sich erst im echten Betrieb zeigt. Was die JAZ beschreibt und warum sie ab einem Wert von 3 als effizient gilt, lesen Sie auf der Seite Wie funktioniert eine Wärmepumpe. Die Geräte sind in mehreren Leistungsklassen erhältlich, nach Bosch von rund 3,9 bis 11,6 Kilowatt Heizleistung, sodass sich die passende Größe an den Wärmebedarf des Hauses anpassen lässt.

Bosch und Buderus: eine Familie

Ein Punkt sorgt oft für Verwirrung: Bosch und Buderus gehören zur selben Gruppe, der Bosch Thermotechnik. Bosch vermarktet seine Wärmepumpen als Compress, Buderus die teils baugleichen Geräte als Logatherm. Für Sie heißt das: Ein direkter Compress-gegen-Logatherm-Vergleich ist oft ein Vergleich naher Verwandter. Lohnender ist der Blick auf Angebot, Ausstattung und den Service des jeweiligen Fachpartners.

Stärken und Grenzen

Wie bei jeder Marke gibt es Argumente dafür und Dinge, die man nüchtern sehen sollte.

  • Stärke: hohe Vorlauftemperatur. Mit bis zu 75 Grad bei der 6800i AW deckt Bosch auch Bestandsgebäude mit Heizkörpern ab, in denen ein Heizkörpertausch sonst nötig wäre.
  • Stärke: natürliches Kältemittel. R290 gilt als langfristig unkritisch, weil der Gesetzgeber klimaschädliche Kältemittel schrittweise zurückdrängt.
  • Stärke: breite Service- und Fachhandwerker-Struktur. Als großer Hersteller ist Bosch flächendeckend über Fachbetriebe vertreten.
  • Zu bedenken: zwei sehr ähnliche Modelle. 5800i AW und 6800i AW teilen sich das Außengerät. Ob die teurere 6800i mit ihrer hohen Vorlauftemperatur in Ihrem Haus wirklich gebraucht wird, hängt vom Dämmzustand und von den Heizflächen ab. Das gehört in eine ehrliche Auslegung.
  • Zu bedenken: Schall und Aufstellort. Wie jede Luft-Wasser-Wärmepumpe erzeugt die Außeneinheit ein Betriebsgeräusch. Der Standort will mit Abstand zu Schlafräumen und Nachbargrundstück geplant sein.

Für wen sich Bosch eignet

Bosch ist breit aufgestellt. Die 5800i AW richtet sich eher an Neubau und gut sanierten Bestand mit Flächenheizung, die 6800i AW an Bestandsgebäude mit Heizkörpern und höherem Temperaturbedarf. Wer Wert auf einen großen Hersteller mit dichtem Service-Netz legt, findet hier passende Geräte. Ob am Ende Bosch, Buderus oder eine andere Marke die richtige ist, entscheidet weniger das Markenschild als die Auslegung auf Ihr Haus.

Was bei der Auswahl zählt

Die Marke ist nur ein Faktor. Wichtiger sind die Auslegung auf Ihren Wärmebedarf, eine realistische Jahresarbeitszahl und ein Betrieb mit niedriger Vorlauftemperatur. Ob das in Ihrem Gebäude funktioniert, prüft ein Fachbetrieb. Wie verschiedene Hersteller sachlich abschneiden, ordnet die Seite Wärmepumpe Test und Vergleich ein.

Kosten und Förderung

Die Kosten hängen von Gebäude und Angebot ab, weniger vom Markennamen. Zur Einordnung: Eine Luft-Wasser-Wärmepumpe liegt in der Anschaffung laut co2online bei rund 22.500 Euro inklusive Speicher, Wärmemengenzähler und Pumpe, jeweils vor Förderung. Das reine Gerät ist dabei nur ein Teil der Investition, der größere Anteil entfällt auf Einbau, Speicher und Anpassung der Heizflächen. Eine erste Einschätzung für Ihr Haus gibt der Wärmepumpen-Kostenrechner, die Zusammensetzung der Kosten bündelt die Seite Wärmepumpe Kosten.

Über die KfW (Programm 458) sind als Selbstnutzer im Bestandsgebäude in der Regel bis zu 70 Prozent Zuschuss möglich, höchstens 19.600 Euro für die erste Wohneinheit. Das ist eine Möglichkeit, keine Zusage, denn welche Boni Sie erreichen, hängt von Ihrer Situation ab. Wie sich der Satz zusammensetzt und warum der Antrag vor dem Auftrag stehen muss, steht auf der Seite Förderung 2026.

Fazit

Bosch ist mit der Compress-Reihe ein etablierter Anbieter, eng verwandt mit Buderus. Welche Marke und welches Gerät zu Ihrem Gebäude passen, klärt sich am besten mit einem geprüften Fachbetrieb. Den Überblick gibt die Wärmepumpe im Überblick. Über die kostenlose, unverbindliche Anfrage bei hausnah24 werden Sie mit einem geprüften Fachbetrieb verbunden, sobald die Vermittlung in Ihrer Region startet.

Häufige Fragen

Welche Wärmepumpe bietet Bosch an?

Die Luft-Wasser-Wärmepumpen von Bosch laufen unter der Reihe Compress, vor allem die Compress 5800i AW und die Compress 6800i AW. Beide nutzen das natürliche Kältemittel R290 (Propan) und sind Monoblock-Geräte.

Was ist der Unterschied zwischen Compress 5800i AW und 6800i AW?

Der wichtigste Unterschied ist die mögliche Vorlauftemperatur. Die 5800i AW schafft laut Bosch bis zu 60 Grad und passt zu Neubau und gut saniertem Bestand, die 6800i AW bis zu 75 Grad und eignet sich auch für Altbauten mit klassischen Heizkörpern. Das Außengerät ist bei beiden gleich.

Was hat Bosch mit Buderus zu tun?

Beide Marken gehören zur Bosch Thermotechnik. Bosch vermarktet seine Geräte als Compress, Buderus die teils baugleichen Modelle als Logatherm. Technisch sind sie eng verwandt, unterscheiden können sich Ausstattung, Vertrieb und Service.

Ist Bosch eine gute Wahl?

hausnah24 kürt keinen Testsieger. In den Wärmepumpen-Tests von Stiftung Warentest (Ausgabe 10/2025) schnitten Geräte aus der Bosch Thermotechnik gut ab. Entscheidend bleiben Gebäude, Angebot und Fachbetrieb.

Quellen

Diese Angaben dienen der allgemeinen Orientierung und ersetzen keine individuelle Beratung im Einzelfall. Förderbeträge sind möglich, keine Garantie; den Antrag in der Regel vor Beginn der Maßnahme stellen.