Eine Wärmepumpe klingt kompliziert, das Prinzip ist aber einfach. Sie holt Wärme aus der Umwelt und hebt sie mit etwas Strom auf eine Temperatur, mit der sich ein Haus heizen lässt. Der Trick: Sie erzeugt Wärme nicht durch Verbrennen, sondern sie verschiebt vorhandene Wärme. Deshalb steckt in einer Kilowattstunde Strom am Ende ein Vielfaches an Heizwärme.
Das Prinzip: ein Kühlschrank, rückwärts gedacht
Ein Kühlschrank zieht Wärme aus seinem Inneren und gibt sie hinten an den Raum ab. Eine Wärmepumpe macht dasselbe, nur in die andere Richtung: Sie zieht Wärme von draußen herein und gibt sie an das Heizwasser ab. Dafür läuft ein geschlossener Kältekreislauf in vier Schritten.
- Verdampfer. Die Umweltwärme aus Luft, Erde oder Wasser bringt ein Kältemittel zum Verdampfen, schon bei niedrigen Temperaturen.
- Verdichter. Ein elektrisch betriebener Verdichter presst den Dampf zusammen. Dabei steigen Druck und Temperatur deutlich. Hier wird der Strom gebraucht.
- Verflüssiger. Das heiße Kältemittel gibt seine Wärme an das Heizwasser ab und wird dabei wieder flüssig.
- Expansionsventil. Der Druck fällt, das Kältemittel kühlt ab, und der Kreislauf beginnt von vorn.
Warum das effizient ist: die Jahresarbeitszahl
Der entscheidende Wert heißt Jahresarbeitszahl, kurz JAZ. Sie sagt, wie viel Wärme über ein Jahr aus einer Kilowattstunde Strom wird. Ab einer JAZ von 3 gilt eine Wärmepumpe als effizient. Luft-Wasser-Geräte erreichen laut co2online meist 3 bis 4, Sole- und Wasser-Wärmepumpen oft 5 und mehr. Eine JAZ von 4 heißt: aus einer Kilowattstunde Strom werden vier Kilowattstunden Wärme. Der Stromverbrauch im Einfamilienhaus liegt grob bei 3.000 bis 5.000 Kilowattstunden pro Jahr (co2online).
Woher die Wärme kommt: die Typen
Den größten Unterschied macht die Wärmequelle. Luft ist am einfachsten zu erschließen und der häufigste Typ im Wohnhaus, siehe Luft-Wasser-Wärmepumpe. Erdreich und Grundwasser liefern über das Jahr gleichmäßigere Temperaturen und damit oft eine höhere JAZ, brauchen aber eine Bohrung oder Kollektoren. Wer eigenen Solarstrom nutzt, senkt die Betriebskosten weiter, dazu die Seite Wärmepumpe mit Solar oder PV.
Was über die Effizienz entscheidet
Drei Dinge bestimmen, wie gut eine Wärmepumpe im Alltag läuft: eine niedrige Vorlauftemperatur, ein guter Dämmstand und ein sauberer hydraulischer Abgleich. Gerade im Bestand ist das der Hebel, dazu Wärmepumpe im Altbau. Was die Anschaffung und der Betrieb kosten, zeigt Wärmepumpe Kosten, und wie der Staat 2026 mit bis zu 70 Prozent unterstützt, steht unter Förderung Wärmepumpe 2026. Eine erste Einschätzung ohne Kontaktdaten gibt der Wärmepumpen-Kostenrechner. Wenn Sie konkrete Angebote möchten, können Sie kostenlos und unverbindlich anfragen.