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Badumbau

Was kostet ein barrierefreier Badumbau? Kosten 2026

Was kostet ein barrierefreier Badumbau? Kostenfaktoren, Spannen für bodengleiche Dusche und Komplettumbau plus Förderung. Stand 2026.

Die Inhalte entstehen auf Basis offizieller Quellen wie Pflegekassen (§ 40 SGB XI), KfW, Bundesgesundheitsministerium, Verbraucherzentrale und der DIN 18040; die verwendeten Quellen stehen am Ende des Beitrags.

Modernes barrierefreies Bad mit bodengleicher Dusche und einem Taschenrechner als Symbol für die Kostenplanung.
Symbolbild

Ein barrierefreies Bad kostet nicht pauschal eine Summe. Der Preis hängt davon ab, ob nur die Dusche ebenerdig werden soll oder ob das ganze Bad mit neuem Grundriss umgebaut wird. Diese Seite zeigt, woraus sich die Kosten zusammensetzen, welche Spannen realistisch sind und wie stark die Förderung den Eigenanteil senkt. Eine Übersicht über das Thema gibt es auf unserer Seite barrierefreies Bad und altersgerechter Badumbau.

Wovon der Preis abhängt

Bevor es um Zahlen geht, lohnt der Blick auf die Faktoren. Sie erklären, warum zwei Bäder bei gleicher Größe ganz unterschiedlich teuer werden können.

  • Umfang: Eine einzelne bodengleiche Dusche ist günstiger als ein Komplettumbau mit neuer Wand, neuem WC und neuem Waschtisch.
  • Größe des Bads: Mehr Quadratmeter bedeuten mehr Fliesen, mehr Arbeitszeit und oft mehr Material.
  • Bausubstanz: Muss der Estrich aufgestemmt, der Abfluss versetzt oder eine Leitung neu verlegt werden, steigt der Aufwand spürbar.
  • Material und Ausstattung: Fliesen, Armaturen und Sanitärobjekte gibt es in jeder Preisklasse. Hier liegt viel Spielraum nach oben und nach unten.
  • Teil- oder Komplettumbau: Bleibt der Grundriss erhalten, ist die Maßnahme deutlich kleiner als bei einer Grundrissänderung mit versetzten Wänden.

Die Kostenspannen im Überblick

Die folgenden Werte sind Orientierungswerte aus belegten Quellen. Ihr konkreter Preis kann darunter oder darüber liegen, weil jedes Bad anders ist. Ein verbindlicher Preis entsteht erst nach einem Vor-Ort-Termin.

MaßnahmeGrobe Kosten
Halte- und Stützgriffewenige Hundert Euro, meist unter 1.000 Euro
Bodengleiche Duschecirca 5.000 Euro
Badewanne zur Dusche umbauenrund 4.000 bis 6.000 Euro
Kompletter Badumbau, etwa 7 m²rund 10.000 Euro, nach oben offen

Die Werte für Dusche und Komplettumbau stammen von pflege.de. Der ADAC ordnet einen rollstuhlgerechten Komplettumbau mit Grundrissänderung, neuen Fliesen, WC, Dusche, Keramik und Armaturen als fünfstelligen Betrag ein. Beides deckt sich: Kleine Anpassungen kosten wenig, ein vollständiger Umbau bewegt sich im fünfstelligen Bereich.

Teilumbau oder Komplettumbau

Viele Haushalte brauchen keinen kompletten Umbau. Wenn das Bad grundsätzlich in Ordnung ist und nur die Wanne zur Stolperfalle wird, reicht oft der Tausch der Badewanne gegen eine bodengleiche Dusche. Das ist der häufigste und gut planbare Schritt. Ein Komplettumbau lohnt sich vor allem dann, wenn das Bad ohnehin in die Jahre gekommen ist oder wenn ein Rollstuhl mehr Bewegungsfläche braucht. Wer früh plant, kann beides verbinden und eine anstehende Sanierung gleich barrierefrei umsetzen.

Bodengleiche Dusche: der häufigste Posten

Die bodengleiche Dusche ist das Herzstück fast jedes barrierefreien Bads. Sie hat keine Schwelle zum Stolpern und lässt sich mit Rollator oder Duschstuhl nutzen. Worauf es beim Einbau einer ebenerdigen Dusche ankommt, zeigt unsere eigene Seite dazu. Für die Förderung gelten klare technische Vorgaben: Die Absenkung darf höchstens 20 Millimeter betragen, und die freie Bewegungsfläche soll mindestens 0,90 mal 1,20 Meter groß sein. Für rollstuhlgerechte Bäder sieht die DIN 18040-2 größere Bewegungsflächen vor. Diese Maße sind wichtig, weil sie nicht nur den Komfort, sondern auch den Anspruch auf Förderung beeinflussen.

Wie die Förderung den Eigenanteil senkt

Hier liegt der größte Hebel auf die Kosten. Wer einen anerkannten Pflegegrad hat, bekommt von der Pflegekasse nach § 40 Absatz 4 SGB XI einen Zuschuss von bis zu 4.180 Euro je Maßnahme, etwa für den Umbau zur bodengleichen Dusche. Das ist ein echter Zuschuss, kein Darlehen. Leben mehrere Pflegebedürftige im Haushalt, ist der Betrag je Person möglich, zusammen bis zu 16.720 Euro.

Den KfW-Investitionszuschuss 455-B können Sie derzeit nicht mehr einplanen. Die KfW hat die Förderung gestoppt, weil die Mittel für Maßnahmen zur Barrierereduzierung ausgeschöpft sind. Ein Antrag wird erst wieder möglich, wenn der Bund im Jahr 2027 erneut Geld dafür bereitstellt, und das ist bisher nicht zugesagt. Bitte rechnen Sie deshalb nicht mit diesem Zuschuss (Stand: 04.08.2026).

Neben dem Zuschuss der Pflegekasse bleiben zwei Wege offen. Der KfW-Kredit 159 Altersgerecht Umbauen läuft weiter, bis zu 50.000 Euro je Wohneinheit. Das ist ein Darlehen und kein Zuschuss, Sie zahlen es also zurück, und auch dieser Kredit steht unter dem Vorbehalt verfügbarer Haushaltsmittel. Dazu kommt die Steuer: Nach Paragraf 35a EStG lassen sich 20 Prozent der Handwerker-Lohnkosten absetzen, höchstens 1.200 Euro im Jahr. Material zählt dabei nicht mit, und für bereits geförderte Beträge gilt die Ermäßigung ebenfalls nicht. Je nach Wohnort kann ein kommunales Programm dazukommen.

Wichtig bei Pflegekasse und KfW-Kredit: Der Antrag muss vor Beginn der Arbeiten gestellt werden. Wer erst umbaut und dann fragt, geht leer aus. Wie sich diese Wege kombinieren lassen, steht ausführlich auf unserer Seite Förderung für den Badumbau. Welche Töpfe in Ihrem Fall greifen, zeigt in einer Minute der Badumbau-Förder-Check, kostenlos und ohne Kontaktdaten.

So bekommen Sie einen verlässlichen Preis

Online-Spannen geben eine erste Richtung, mehr nicht. Der tatsächliche Preis hängt an Ihrem Bad, an der Bausubstanz und an der gewünschten Ausstattung. Eine belastbare Zahl entsteht erst, wenn ein Fachbetrieb vor Ort den Zustand prüft und ein Angebot erstellt. Ob Ihre Stadt einen eigenen Zuschuss zusätzlich zur Pflegekasse zahlt, zeigt Badumbau-Kosten nach Stadt.

hausnah24 ist eine Vermittlungsplattform und keine Beratung. Wenn Sie konkrete Angebote für Ihren Badumbau möchten, können Sie kostenlos und unverbindlich anfragen. So erhalten Sie konkrete Preise für Ihr Bad, ohne sich zu binden.

Häufige Fragen

Was kostet es, eine Badewanne zur Dusche umzubauen?

Der Austausch einer Badewanne gegen eine bodengleiche Dusche liegt laut pflege.de bei etwa 4.000 bis 6.000 Euro, eine barrierefreie Dusche allein bei circa 5.000 Euro. Der genaue Preis hängt von Fliesen, Armatur und baulichem Aufwand ab. Mit anerkanntem Pflegegrad senkt der Zuschuss der Pflegekasse von bis zu 4.180 Euro den Eigenanteil deutlich.

Wie viel kostet ein kompletter barrierefreier Badumbau?

Ein vollständiger Umbau mit Grundrissänderung, neuer Dusche, WC, Keramik und Armaturen liegt laut pflege.de bei rund 10.000 Euro für ein etwa 7 Quadratmeter großes Bad. Der ADAC spricht bei einem rollstuhlgerechten Komplettumbau von einem fünfstelligen Betrag. Nach oben hängt die Spanne stark vom Zustand des Bads und vom gewünschten Standard ab.

Was kosten Haltegriffe und kleine Anpassungen?

Erste Verbesserungen sind günstig. Der ADAC nennt für Halte- und Stützgriffe bereits wenige Hundert Euro. Laut pflege.de bleibt die Ausstattung mit Halte- und Stützgriffen sowie Badekissen meist unter 1.000 Euro. Solche Maßnahmen helfen oft schon spürbar, bevor ein größerer Umbau ansteht.

Lohnt sich ein Teilumbau statt eines Komplettumbaus?

Häufig ja. Wenn nur die Dusche bodengleich werden soll und Grundriss und Sanitärobjekte bleiben, ist der Aufwand deutlich kleiner als bei einer Grundrissänderung. Ein Teilumbau kann eine sinnvolle Zwischenstufe sein, vor allem wenn das Bad sonst noch in Ordnung ist.

Was senkt die Kosten am stärksten?

Die Förderung. Mit anerkanntem Pflegegrad gibt es von der Pflegekasse bis zu 4.180 Euro Zuschuss je Maßnahme, beantragt vor Beginn der Arbeiten. Der KfW-Investitionszuschuss 455-B steht dafür derzeit nicht zur Verfügung, die Mittel sind ausgeschöpft und Anträge sind frühestens 2027 wieder möglich, ohne dass das zugesagt wäre. Offen bleiben der KfW-Kredit 159 als Darlehen bis 50.000 Euro und die Steuerermäßigung nach Paragraf 35a EStG mit 20 Prozent der Handwerker-Lohnkosten, höchstens 1.200 Euro im Jahr. Stand: 04.08.2026. Details stehen auf unserer Förderseite.

Quellen

Diese Angaben dienen der allgemeinen Orientierung und ersetzen keine individuelle Beratung im Einzelfall. Förderbeträge sind möglich, keine Garantie; den Antrag in der Regel vor Beginn der Maßnahme stellen.