Nicht jeder kann sich problemlos hinsetzen. Wer eine versteifte Hüfte hat, nach einer Knie-Operation steht oder unter starker Arthrose leidet, dem fällt genau das schwer. Für diese Fälle gibt es den Stehlift, manchmal auch Stehhilfe genannt.
Was einen Stehlift ausmacht
Statt eines Sitzes hat der Stehlift eine schmale Anlehnfläche, Haltegriffe und einen Sicherheitsbügel. Man stellt sich darauf, lehnt sich an, hält sich fest und fährt im Stehen die Treppe hinauf. Das Beugen von Knie und Hüfte entfällt vollständig. Bedient wird der Lift wie ein Sitzlift über einen Schalter, und auch die Schiene wird an den Stufen befestigt.
Für wen er sich eignet
Der Stehlift ist eine Nische, aber für die richtige Person eine große Erleichterung. Sinnvoll ist er, wenn das Hinsetzen Schmerzen bereitet oder schlicht nicht mehr klappt, die Person aber noch sicher und stabil stehen kann. Wer dazu neigt, beim Fahren das Gleichgewicht zu verlieren, ist mit einem Sitzlift sicherer aufgehoben.
Ein zweiter Vorteil zeigt sich auf engen Treppen. Da kein Sitz zur Seite ausklappt, baut der Stehlift schmaler. Auf einer sehr schmalen oder kurvigen Treppe ist er deshalb manchmal die platzsparendere Variante.
Kosten und Förderung
Eine seriöse Pauschale lässt sich nicht nennen, weil der Preis stark von Treppenform und Ausstattung abhängt. Die Verbraucherzentrale nennt für den Einbau eines Treppenlifts insgesamt 3.500 bis 15.000 Euro. Holen Sie mehrere Angebote ein und bestehen Sie auf einem kostenlosen Kostenvoranschlag.
Die Förderung ist dieselbe wie bei anderen Treppenliften. Mit anerkanntem Pflegegrad sind bis zu 4.180 Euro Zuschuss der Pflegekasse möglich, sonst kommt die KfW in Betracht. Den passenden Weg zeigt der Förder-Check.