Berlin ist groß, dicht bebaut und altert wie der Rest des Landes: Etwa 19 Prozent der rund 3,69 Millionen Einwohner sind 65 Jahre oder älter, das sind grob 700.000 Menschen (Amt für Statistik Berlin-Brandenburg). Viele wohnen in Altbauten mit hohen Treppenhäusern, in denen ein Treppenlift den Unterschied zwischen Bleiben und Umziehen macht. Die gute Nachricht: In der Hauptstadt ist die Anbieterdichte hoch, ein passender Fachbetrieb ist also ohne lange Wartezeiten erreichbar.
Bei der Förderung müssen wir ehrlich sein: Ein eigenes Berliner Programm, das den privaten Einbau im Bestand als nicht rückzahlbaren Zuschuss bezahlt, existiert nicht. Das Programm 'IBB Altersgerecht Wohnen' der Investitionsbank Berlin ist ein zinsverbilligter Kredit, kein Zuschuss, und richtet sich vor allem an Eigentümer, Vermieter und Wohnungsunternehmen. Der echte finanzielle Hebel kommt für die meisten Privathaushalte deshalb aus den bundesweiten Töpfen der Pflegekasse und der KfW. Dazu beraten Sie in Berlin mehrere kostenfreie Stellen, von den Pflegestützpunkten bis zur Architektenkammer.
Förderung für einen Treppenlift in Berlin
Zusätzlich zu den bundesweiten Töpfen (siehe unten) gibt es in Berlin dieses örtliche Programm. Wichtig: den Antrag immer vor Beginn der Arbeiten stellen. Angaben sind möglich, keine Garantie.
IBB Altersgerecht Wohnen
bis 50.000 Euro pro Wohneinheit, Zinsverbilligung bis 0,6 % p. a. auf den KfW-Zins
Investitionsbank Berlin (IBB)
Voraussetzung: Investitionsort in Berlin; antragsberechtigt sind vor allem Eigentümer, Vermieter, Investoren und Wohnungsunternehmen, nicht Mieter. Förderfähig sind barrierereduzierende Maßnahmen inklusive Überwindung von Treppen und Stufen.
Hinweis: Wichtig: Das ist KEIN Zuschuss, sondern ein zinsverbilligter Kredit, der zurückgezahlt werden muss. Für selbstnutzende Privathaushalte ist er meist weniger attraktiv als die Pflegekassen- und KfW-Töpfe.
Zum FörderprogrammPflegekasse und KfW
bis 4.180 € + bis 6.250 €
Pflegekasse (mit Pflegegrad, § 40 SGB XI) und KfW „Altersgerecht Umbauen“, kombiniert bis rund 10.400 € pro Person.
Förderung im DetailWas kostet ein Treppenlift in Berlin?
Bundesweit liegen Treppenlifte je nach Bauart zwischen rund 3.500 und 15.000 Euro (Verbraucherzentrale): gerade Sitzlifte im unteren Bereich, kurvige Treppen und Plattformlifte deutlich höher. In Berliner Altbauten mit engen, gewendelten Treppenhäusern fällt häufig eine kurvige Schienenführung an, die teurer ausfällt als ein gerader Lift. Eine erste Orientierung gibt unser Kostenrechner.
Kostenlose Beratung in Berlin
Vor einer Entscheidung lohnt der Gang zu einer neutralen Beratungsstelle. Diese Stellen in Berlin beraten kostenlos und helfen auch beim Förderantrag:
Anbieter in Berlin finden und vergleichen
Berlin hat eine hohe Anbieterdichte, ein passender Fachbetrieb ist also gut erreichbar. Achten Sie auf ein Vor-Ort-Aufmaß und ein schriftliches Festpreisangebot mit klaren Angaben zu Preis und Wartung, ohne Druck zur Unterschrift. Worauf Sie bei einem guten Fachbetrieb achten, finden Sie auf unserer Anbieter-Seite. Den Weg zum passenden, geprüften Fachbetrieb gehen Sie über die kostenlose, unverbindliche Anfrage bei hausnah24: Wir verbinden Sie mit geprüften Fachbetrieben, sobald die Vermittlung in Ihrer Region startet.
Mehr dazu: Anbieter vergleichen und der Treppenlift-Überblick.
Treppenlift in anderen Städten
Neben Berlin haben wir örtliche Förderung, Kostenspannen und Beratung auch für diese Städte geprüft:
Passende Ratgeber zum Thema Treppenlift
Mehr Hintergrund, unabhängig und mit Quellen, im hausnah24-Ratgeber:
- Pflegegrad beantragen: So laufen Antrag und Begutachtung ab
- Pflegegrad und Wohnumfeld: Welche Zuschüsse Ihnen zustehen
- Treppenlift im Mietshaus: Ihre Rechte als Mieter und Eigentümer
- Treppenlift oder Hausaufzug? Die ehrliche Entscheidungshilfe
- Treppensturz vorbeugen: So machen Sie die Treppe sicher
- Wohnung altersgerecht umbauen: Die Checkliste Raum für Raum