Daten bleiben in der EU · DSGVO-konform Kostenlos & unverbindlich

Treppenlift

Plattformlift: der Treppenlift für Rollstuhl

Ein Plattformlift trägt Rollstuhl und Rollator die Treppe hinauf, ohne Umsetzen. Voraussetzungen, Platzbedarf und Kosten ab 12.760 Euro netto im Überblick.

Von der Redaktion hausnah24. Wir erstellen diese Inhalte auf Basis offizieller Quellen wie Pflegekassen (§ 40 SGB XI), KfW, Verbraucherzentrale, Stiftung Warentest und Herstellerangaben; die verwendeten Quellen stehen am Ende des Beitrags. hausnah24 ist kostenlos und finanziert sich über die Vermittlung von Anfragen an benannte, geprüfte Anbieter, ausschließlich mit Ihrer ausdrücklichen Einwilligung.

Plattformlift an einer geraden Treppe in einem hellen Wohnhaus.
Symbolbild

Wer im Rollstuhl sitzt, kann sich nicht einfach auf einen Liftsitz umsetzen. Für diesen Fall gibt es den Plattformlift, auch Rollstuhllift genannt. Er trägt die Person samt Rollstuhl die Treppe hinauf, ohne dass sie aufstehen muss.

So funktioniert ein Plattformlift

Statt eines Sitzes fährt eine stabile Plattform an der Schiene entlang. Der Rollstuhl rollt direkt auf, Auffahrklappen sichern ihn, und es geht per Knopfdruck nach oben. Die Plattform trägt deutlich höhere Lasten als ein Sitzlift. Wird sie nicht gebraucht, klappt sie hoch an die Wand, damit die Treppe frei bleibt.

Die wichtigste Voraussetzung ist Platz

Ein Plattformlift braucht eine ausreichend breite Treppe, denn die Plattform muss den Rollstuhl tragen und sich trotzdem sicher bewegen. Auf einer schmalen oder kurvigen Treppe stößt diese Lösung schnell an Grenzen. Ein Fachbetrieb prüft vor Ort, ob der Platz reicht. Reicht er nicht, bleiben Alternativen wie ein Hublift für wenige Stufen oder ein Umbau, die wir unter Alternativen zum Treppenlift einordnen.

Wer noch sicher sitzen und sich umsetzen kann, fährt mit einem Sitzlift meist günstiger.

Was er kostet

Plattformlifte sind die aufwendigere Technik und entsprechend teurer. Für eine gerade Treppe beginnen die Listenpreise bei 12.760 Euro. Mit einer 90-Grad-Kurve sind es ab 18.370 Euro, bei einer 180-Grad-Kurve ab 19.910 Euro (Listenpreise netto, ohne Mehrwertsteuer, Stand Juni 2026).

Förderung

Auch der Plattformlift ist förderfähig. Mit anerkanntem Pflegegrad zahlt die Pflegekasse bis zu 4.180 Euro für den Lift, ohne Pflegegrad kommt der KfW-Zuschuss 455-B in Frage. Den Antrag immer vor dem Einbau stellen. Der Förder-Check zeigt, was möglich ist.

Häufige Fragen

Was ist der Unterschied zwischen Plattformlift und Sitzlift?

Der Sitzlift hat einen Sitz, der Plattformlift eine Plattform, auf die der Rollstuhl direkt auffährt. Umsetzen entfällt also. Dafür braucht der Plattformlift mehr Platz und eine ausreichend breite Treppe.

Wie breit muss die Treppe für einen Plattformlift sein?

Breiter als für einen Sitzlift, weil die Plattform den Rollstuhl tragen muss. Ob es passt, klärt ein Fachbetrieb vor Ort. Bei zu schmalen Treppen bleibt manchmal nur ein Hublift oder ein Umbau.

Was kostet ein Plattformlift?

Für eine gerade Treppe beginnen die Listenpreise bei 12.760 Euro netto, bei Kurven steigt der Preis deutlich (ab 18.370 Euro netto bei einer 90-Grad-Kurve, Stand Juni 2026). Plattformlifte sind damit teurer als Sitzlifte.

Quellen