Wer im Rollstuhl sitzt, kann sich nicht einfach auf einen Liftsitz umsetzen. Für diesen Fall gibt es den Plattformlift, auch Rollstuhllift genannt. Er trägt die Person samt Rollstuhl die Treppe hinauf, ohne dass sie aufstehen muss.
So funktioniert ein Plattformlift
Statt eines Sitzes fährt eine stabile Plattform an der Schiene entlang. Der Rollstuhl rollt direkt auf, Auffahrklappen sichern ihn, und es geht per Knopfdruck nach oben. Die Plattform trägt deutlich höhere Lasten als ein Sitzlift. Wird sie nicht gebraucht, klappt sie hoch an die Wand, damit die Treppe frei bleibt.
Die wichtigste Voraussetzung ist Platz
Ein Plattformlift braucht eine ausreichend breite Treppe, denn die Plattform muss den Rollstuhl tragen und sich trotzdem sicher bewegen. Auf einer schmalen oder kurvigen Treppe stößt diese Lösung schnell an Grenzen. Ein Fachbetrieb prüft vor Ort, ob der Platz reicht. Reicht er nicht, bleiben Alternativen wie ein Hublift für wenige Stufen oder ein Umbau, die wir unter Alternativen zum Treppenlift einordnen.
Wer noch sicher sitzen und sich umsetzen kann, fährt mit einem Sitzlift meist günstiger.
Was er kostet
Plattformlifte sind die aufwendigere Technik und entsprechend teurer. Für eine gerade Treppe beginnen die Listenpreise bei 12.760 Euro. Mit einer 90-Grad-Kurve sind es ab 18.370 Euro, bei einer 180-Grad-Kurve ab 19.910 Euro (Listenpreise netto, ohne Mehrwertsteuer, Stand Juni 2026).
Förderung
Auch der Plattformlift ist förderfähig. Mit anerkanntem Pflegegrad zahlt die Pflegekasse bis zu 4.180 Euro für den Lift, ohne Pflegegrad kommt der KfW-Zuschuss 455-B in Frage. Den Antrag immer vor dem Einbau stellen. Der Förder-Check zeigt, was möglich ist.