Wer eine Photovoltaikanlage kaufen möchte, hat im Wesentlichen zwei Wege: die schlüsselfertige Komplettanlage von einem Fachbetrieb oder den Einkauf einzelner Komponenten in Eigenregie. Für die meisten Hausbesitzer ist die Komplettanlage der sinnvollere Weg, weil Planung, Lieferung, Montage und Anmeldung aus einer Hand kommen. Diese Seite zeigt, welche Kaufwege es gibt, was eine Anlage ungefähr kostet und worauf Sie beim Kauf achten sollten. Wenn Sie Ihren konkreten Fall durchrechnen wollen, hilft Ihnen unser Photovoltaik-Rechner.
Komplettanlage oder Einzelkomponenten
Bei der schlüsselfertigen Komplettanlage übernimmt ein Fachbetrieb das gesamte Projekt: Er plant die Anlage für Ihr Dach, liefert Module, Wechselrichter und Unterkonstruktion, montiert alles, schließt die Anlage an und meldet sie an. Sie bekommen einen Ansprechpartner, eine Rechnung und in der Regel eine Gewährleistung auf die Gesamtleistung. Das ist der übliche Weg für Eigenheime.
Der Kauf von Einzelkomponenten lohnt sich eher für technisch versierte Menschen, die Teile der Arbeit selbst übernehmen können. Der elektrische Anschluss muss aber in jedem Fall von einer eingetragenen Elektrofachkraft erfolgen. Wer Module, Wechselrichter und Speicher getrennt einkauft, trägt die Verantwortung dafür, dass die Komponenten zusammenpassen, und hat im Schadensfall mehrere Ansprechpartner statt einem. Mehr zu den einzelnen Bausteinen finden Sie auf unseren Seiten zu Modulen und Wechselrichtern.
Komplettpaket mit Speicher
Viele Fachbetriebe bieten die Anlage als Komplettpaket mit Batteriespeicher an. Der Speicher nimmt tagsüber den überschüssigen Solarstrom auf, den Sie abends oder nachts selbst verbrauchen. Dadurch steigt der Eigenverbrauch, was die Stromrechnung senken kann. Ob sich ein Speicher für Sie rechnet, hängt vom Strompreis, Ihrem Verbrauch und der Speichergröße ab. Eine genauere Einordnung lesen Sie auf unserer Seite zum Stromspeicher. Gut zu wissen: Wird der Speicher zusammen mit der Anlage gekauft, fällt auch auf ihn keine Umsatzsteuer an.
0 Prozent Umsatzsteuer und Kostenanker
Seit dem 1. Januar 2023 gilt für die Lieferung und Installation kleiner Photovoltaikanlagen ein Nullsteuersatz: Sie zahlen keine Umsatzsteuer. Das Bundesfinanzministerium begünstigt damit Anlagen auf und in der Nähe von Wohngebäuden. Bei einer Bruttoleistung von bis zu 30 kWp gilt die Voraussetzung automatisch als erfüllt, eine gesonderte Prüfung entfällt. Der Nullsteuersatz umfasst die Solarmodule, die wesentlichen Komponenten wie den Wechselrichter sowie den Batteriespeicher und die Montage.
Als grober Kostenanker gilt: Eine schlüsselfertige Anlage kostet derzeit oft rund 1.400 Euro pro kWp, die Marktpreise schwanken aber spürbar. Eine Anlage mit 10 kWp liegt damit grob bei etwa 14.000 Euro ohne Speicher. Kommt ein Speicher mit rund 10 kWh hinzu, bewegt sich der Gesamtpreis je nach Ausstattung etwa zwischen 17.000 und 21.000 Euro. Das sind Orientierungswerte, kein Festpreis. Wie sich die Kosten im Detail zusammensetzen, zeigt unsere Seite zu den Photovoltaik-Kosten.
Worauf Sie beim seriösen Kauf achten sollten
Achten Sie nicht nur auf den Preis, sondern auch auf die verbaute Technik, die Leistungsdaten und die enthaltenen Leistungen. Lassen Sie sich ein schriftliches Festpreisangebot geben, das die Komponenten nachvollziehbar aufschlüsselt. Wichtig sind außerdem ein eingetragener Fachbetrieb, klare Garantie- und Gewährleistungsangaben und nachweisbare Erfahrung mit vergleichbaren Anlagen. Klären Sie vorab, wer die Anmeldung übernimmt: Jede Anlage muss innerhalb eines Monats nach Inbetriebnahme im Marktstammdatenregister registriert werden, und der Netzbetreiber ist ebenfalls einzubinden. Seriöse Anbieter drängen nicht zu übereilten Unterschriften und legen offen, was im Preis enthalten ist. Eine Übersicht, wie Sie passende Betriebe finden, bietet unsere Seite zu den Anbietern. hausnah24 verbindet Sie mit Fachbetrieben, sobald die Vermittlung in Ihrer Region startet. Hinterlegen Sie dazu Ihren Bedarf unkompliziert über unser Angebotsformular.