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Wärmepumpe

Vaillant Wärmepumpe: aroTHERM plus im neutralen Überblick

Vaillant Wärmepumpen sachlich eingeordnet: die aroTHERM plus mit dem Kältemittel R290, Vorlauftemperaturen bis 75 Grad und was das für den Altbau bedeutet.

Die Inhalte entstehen auf Basis offizieller Quellen wie KfW, BAFA, Verbraucherzentrale, co2online, Stiftung Warentest und Herstellerangaben; die verwendeten Quellen stehen am Ende des Beitrags.

Vaillant ist eine der bekanntesten Heizungsmarken in Deutschland. Diese Seite ordnet die Wärmepumpen des Herstellers neutral ein, ohne Verkaufsversprechen und ohne erfundenen Testsieger.

Das Unternehmen

Vaillant ist ein Familienunternehmen mit Sitz in Remscheid, gegründet 1874. Der Hersteller produziert Heiztechnik in großem Maßstab und gehört zu den etablierten Anbietern im deutschen Markt. Für die Kaufentscheidung zählt am Ende weniger der Markenname als die passende Auslegung für Ihr Gebäude.

Die wichtigste Wärmepumpe: aroTHERM plus

Im Wohnhaus ist die Luft-Wasser-Wärmepumpe der häufigste Typ, weil sie ohne Bohrung auskommt. Vaillants zentrale Baureihe dafür ist die aroTHERM plus, eine Monoblock-Wärmepumpe. Zwei Punkte sind dabei besonders relevant:

  • Natürliches Kältemittel R290 (Propan). Propan hat laut Vaillant ein Treibhauspotenzial (GWP) von nur 0,02, also einen verschwindend kleinen Wert im Vergleich zu klassischen Kältemitteln. Einen eigenen Förder-Bonus bringt das Kältemittel seit dem 21. Juli 2026 nicht mehr, der frühere Effizienzbonus ist entfallen.
  • Vorlauftemperatur bis 75 Grad. Damit kommt die Wärmepumpe auch mit höheren Vorlauftemperaturen zurecht, wie sie in vielen Bestandsgebäuden mit klassischen Heizkörpern üblich sind. Der Heizbetrieb deckt laut Hersteller den Bereich von 20 bis 75 Grad ab.
  • Mehrere Leistungsgrößen. Vaillant bietet die aroTHERM plus laut den eigenen Produktdaten in den Größen 3, 5, 7, 10 und 12 Kilowatt an, also abgestuft von der kleinen bis zur größeren Heizlast. Welche Größe passt, ergibt sich aus der Heizlast Ihres Hauses. Eine zu groß gewählte Wärmepumpe taktet häufiger und arbeitet weniger effizient.

Bei niedriger Vorlauftemperatur, also rund 35 Grad wie bei einer Fußbodenheizung, erreicht die Baureihe nach Herstellerangaben die höchste Energieeffizienzklasse A+++. Diese Spitzenwerte gelten für den günstigsten Betriebspunkt. In einem Bestandsgebäude mit höherer Vorlauftemperatur fällt die Effizienz im Alltag niedriger aus. Das ist kein Vaillant-spezifischer Effekt, sondern gilt bei jeder Wärmepumpe. Wie sich Effizienz und Jahresarbeitszahl im echten Betrieb zusammensetzen, erklärt die Seite Wie funktioniert eine Wärmepumpe.

Was das für den Altbau bedeutet

Gerade im Altbau ist die mögliche Vorlauftemperatur ein wichtiges Kriterium. Viele ältere Heizsysteme arbeiten mit höheren Temperaturen als ein gut gedämmter Neubau. Eine Wärmepumpe, die hohe Vorlauftemperaturen schafft, kann den Heizkörpertausch in manchen Fällen vermeiden. Ob das in Ihrem Haus aufgeht, hängt vom Wärmebedarf und vom Zustand der Dämmung ab und gehört in die Hand eines Fachbetriebs.

Stärken und Schwächen im Überblick

Keine Wärmepumpe ist in jeder Lage erste Wahl. Bei der aroTHERM plus sprechen einige Punkte klar dafür, andere muss der Fachbetrieb für Ihr Haus einordnen.

Auf der Habenseite steht die hohe mögliche Vorlauftemperatur, die den Einsatz im Bestand erleichtert. Dazu kommt das natürliche Kältemittel, das langfristig auf der sicheren Seite liegt, weil der Gesetzgeber klimaschädliche Kältemittel schrittweise zurückdrängt. Die feine Abstufung der Leistungsgrößen hilft bei einer passgenauen Auslegung.

Auf der anderen Seite gilt, was für alle Luft-Wasser-Wärmepumpen gilt: Die Außeneinheit erzeugt ein Betriebsgeräusch, das beim Aufstellort bedacht werden muss, und an sehr kalten Tagen sinkt die Effizienz, weil weniger Wärme in der Luft steckt. Die starken Effizienzwerte gelten für niedrige Vorlauftemperaturen. Wer im Altbau dauerhaft sehr hohe Temperaturen fährt, erreicht eine niedrigere Jahresarbeitszahl. Diese Grenzen sind keine Markenfrage, sondern Physik. Die ehrliche Einordnung dazu steht auf der Seite Luft-Wasser-Wärmepumpe.

Für wen die aroTHERM plus passt

Besonders gut aufgehoben ist die Baureihe in Häusern, die höhere Vorlauftemperaturen brauchen, also in vielen Bestandsgebäuden mit klassischen Heizkörpern. Dort spielt die hohe mögliche Vorlauftemperatur ihren Vorteil aus und kann den kompletten Heizkörpertausch in manchen Fällen vermeiden. Auch wer Wert auf ein zukunftssicheres Kältemittel legt, findet hier einen passenden Kandidaten. Was im konkreten Fall für den Altbau zu klären ist, vertieft die Seite Wärmepumpe im Altbau.

Im Neubau mit Fußbodenheizung ist die Marke dagegen nachrangig. Dort arbeitet praktisch jede gut ausgelegte Wärmepumpe effizient, und die hohe Vorlauftemperatur wird gar nicht gebraucht. Hier entscheidet vor allem das Angebot.

Verfügbarkeit und Service

Vaillant arbeitet in Deutschland mit einem breiten Netz an Fachhandwerkern und Kundendienst-Stützpunkten. Für die Praxis heißt das: Ersatzteile und Wartung sind in der Regel gut erreichbar, und viele Betriebe sind mit der aroTHERM plus vertraut. Verlassen Sie sich bei der Auswahl trotzdem nicht allein auf den Markennamen, sondern auf einen Betrieb, der die Anlage fachgerecht auslegt, die Förderung kennt und Sie nicht zur schnellen Unterschrift drängt. Eine regelmäßige Wartung kostet laut Verbraucherzentrale je nach Anlage rund 150 bis 300 Euro im Jahr, unabhängig vom Hersteller.

Kosten und Förderung

Die Kosten hängen stärker vom Gebäude und vom Angebot ab als von der Marke. Als grobe Orientierung liegt eine Luft-Wasser-Wärmepumpe laut co2online bei rund 22.500 Euro inklusive Speicher, Wärmemengenzähler und Pumpe, jeweils vor Förderung. Eine erste Einschätzung samt möglicher Förderung gibt der Wärmepumpen-Kostenrechner. Über die KfW (Programm 458) sind als Selbstnutzer im Bestandsgebäude in der Regel bis zu 70 Prozent Zuschuss möglich, höchstens 19.600 Euro für die erste Wohneinheit. Das ist möglich, keine Zusage, denn welche Boni Sie erreichen, hängt von Ihrer Situation ab. Wichtig bleibt die Reihenfolge: erst Antrag, dann Auftrag. Wie sich die Förderung zusammensetzt, steht auf der Seite Förderung 2026.

Fazit

Vaillant ist mit der aroTHERM plus ein solider Kandidat, besonders dort, wo höhere Vorlauftemperaturen gebraucht werden. Ob die Marke am Ende zu Ihrem Gebäude passt, entscheidet ein schriftliches Festpreisangebot eines erfahrenen Fachbetriebs, der die Förderung kennt und Sie nicht zur schnellen Unterschrift drängt. Wie sich die einzelnen Hersteller sachlich unterscheiden, lesen Sie auf der Seite Wärmepumpe im Überblick. Den Weg zum passenden, geprüften Fachbetrieb finden Sie über unsere kostenlose, unverbindliche Anfrage: hausnah24 verbindet Sie mit geprüften Betrieben, sobald die Vermittlung in Ihrer Region startet. Sie können sich jederzeit kostenlos und unverbindlich anfragen.

Häufige Fragen

Welche Wärmepumpe bietet Vaillant an?

Die bekannteste Luft-Wasser-Wärmepumpe von Vaillant ist die aroTHERM plus, eine Monoblock-Wärmepumpe mit dem natürlichen Kältemittel R290 (Propan). Sie erreicht Vorlauftemperaturen bis 75 Grad.

Ist Vaillant für den Altbau geeignet?

Die hohe mögliche Vorlauftemperatur von bis zu 75 Grad spricht dafür, dass die aroTHERM plus auch in weniger gut gedämmten Bestandsgebäuden mit klassischen Heizkörpern eingesetzt werden kann. Entscheidend bleibt die individuelle Auslegung durch den Fachbetrieb.

Gibt es einen Vaillant Testsieger?

hausnah24 kürt keinen Testsieger. Unabhängige Tests führt Stiftung Warentest durch. In der Ausgabe 10/2025 schnitten mehrere Geräte mit dem Kältemittel R290 gut ab. Welche Marke für Sie passt, hängt von Gebäude, Angebot und Fachbetrieb ab.

Quellen

Diese Angaben dienen der allgemeinen Orientierung und ersetzen keine individuelle Beratung im Einzelfall. Förderbeträge sind möglich, keine Garantie; den Antrag in der Regel vor Beginn der Maßnahme stellen.