Solarmodule sind das Herzstück jeder Photovoltaikanlage. Sie fangen das Sonnenlicht ein und wandeln es in Strom um. Welche Arten es gibt, wie viel ein Modul leistet und woran Sie gute Qualität erkennen, steht hier kompakt und mit belegten Richtwerten. Wie die Module im Zusammenspiel mit dem Wechselrichter arbeiten, erklärt die Seite Wie funktioniert Photovoltaik.
Welche Arten von Solarmodulen es gibt
Bei den gängigen Modulen unterscheidet man drei Bauarten, die sich vor allem im Wirkungsgrad unterscheiden.
- Monokristallin: Heute der Standard. Die Zellen bestehen aus einem einheitlichen Siliziumkristall, das bringt den höchsten Wirkungsgrad. Bei fast allen neuen Anlagen auf dem Hausdach kommen monokristalline Module zum Einsatz.
- Polykristallin: Die ältere Technik. Diese Module sind günstiger, haben aber einen niedrigeren Wirkungsgrad und werden bei Neuanlagen kaum noch verbaut.
- Dünnschicht: Hier wird das Halbleitermaterial dünn auf eine Trägerfläche aufgebracht. Der Wirkungsgrad ist deutlich geringer, weshalb diese Module auf dem privaten Hausdach selten eine Rolle spielen. Sie kommen eher bei großen Flächen oder Sonderlösungen vor.
Für das eigene Dach läuft es in der Praxis fast immer auf monokristalline Module hinaus. Sie liefern auf wenig Fläche viel Strom, und genau das zählt, wenn die Dachfläche begrenzt ist.
Leistung und Wirkungsgrad
Die Leistung eines einzelnen Moduls wird in Watt Peak (Wp) angegeben, also der Spitzenleistung unter genormten Testbedingungen. Ein einzelnes Modul liegt laut Verbraucherzentrale bei einer Leistung von rund 250 bis 450 Watt. Bei neuen Anlagen sind moderne monokristalline Module mit typisch rund 400 bis 450 Wp heute üblich. Mehrere Module zusammen ergeben dann die Gesamtleistung der Anlage, die in Kilowatt Peak (kWp) angegeben wird. Ein typisches Einfamilienhaus kommt auf etwa 8 bis 10 kWp.
Der Wirkungsgrad sagt, wie viel des einfallenden Sonnenlichts ein Modul in Strom umwandelt. Die Verbraucherzentrale nennt für monokristalline Module 15 bis 23 Prozent, für polykristalline 13 bis 18 Prozent und für Dünnschicht deutlich weniger. Moderne monokristalline Module bewegen sich heute typisch im Bereich von rund 20 bis 22 Prozent. Ein höherer Wirkungsgrad bedeutet, dass Sie auf gleicher Fläche mehr Strom ernten. Das ist vor allem dann wichtig, wenn das Dach klein ist.
Wie viel Strom am Ende übers Jahr zusammenkommt, hängt nicht nur vom Modul ab, sondern auch von Ausrichtung, Dachneigung und Verschattung. Eine erste Einschätzung für Ihr Dach gibt der Photovoltaik-Rechner.
Qualität, Garantie und Lebensdauer
Bei der Qualität lohnt der Blick auf zwei verschiedene Garantien, die oft verwechselt werden.
- Produktgarantie: Sie deckt Material- und Verarbeitungsfehler ab. Die Herstellergarantie auf Solarmodule läuft nach Finanztip in der Regel mindestens 20 Jahre. Bei hochwertigen Modulen sind längere Zeiträume üblich.
- Leistungsgarantie: Sie sichert zu, dass das Modul auch nach vielen Jahren noch einen Mindestanteil seiner Anfangsleistung bringt. Üblich sind Zusagen über 25 Jahre, wonach das Modul am Ende noch rund 80 Prozent der ursprünglichen Leistung liefert.
Dahinter steckt die sogenannte Degradation, also der langsame Leistungsverlust mit den Jahren. Branchenüblich rechnet man mit etwa 0,5 Prozent pro Jahr, bei neueren Modultypen oft weniger. Das ist der Grund, warum Module über Jahrzehnte zuverlässig Strom liefern und ihre Lebensdauer in der Regel über 25 Jahre reicht. Achten Sie weniger auf einzelne Markenfakten in der Werbung und mehr auf den Gesamteindruck aus Wirkungsgrad, Garantiebedingungen und einem seriösen Fachbetrieb, der das passende Modul für Ihr Dach auswählt.
Wie Module ins Gesamtsystem passen
Module allein erzeugen nur Gleichstrom. Damit Sie diesen Strom im Haus nutzen können, wandelt ihn der Wechselrichter in haushaltsüblichen Wechselstrom um. Modul und Wechselrichter müssen zusammenpassen, mehr dazu auf der Seite Wechselrichter.
Die Wahl der Module wirkt sich auch auf den Preis aus. Hochwertige Module mit hohem Wirkungsgrad kosten mehr, holen aber auf knapper Fläche mehr heraus. Wie sich das in den Gesamtkosten einer Anlage niederschlägt und wann sie sich rechnet, steht auf der Seite Photovoltaik-Kosten. Einen Überblick über das gesamte Thema gibt die Seite Photovoltaik. Sobald die Vermittlung in Ihrer Region startet, verbindet hausnah24 Sie über das Anfrageformular mit passenden Fachbetrieben.