Nicht jeder Bedarf ist dauerhaft. Wer nach einer Hüft-Operation für ein paar Monate eingeschränkt ist, will keinen Lift für 6.000 Euro kaufen. Für solche Fälle bieten manche Firmen Treppenlifte zur Miete an.
Wann Mieten sinnvoll ist
Die Miete spielt ihre Stärke bei vorübergehendem Bedarf aus. Nach einer Operation, während einer Reha-Phase oder wenn noch nicht feststeht, wie lange der Lift gebraucht wird, ist sie die flexible Lösung. Eine zweite Voraussetzung ist eine gerade Treppe. Nur dort kommt eine Standardschiene zum Einsatz, die der Anbieter nach der Mietzeit wieder ausbauen und erneut verwenden kann.
Geht es um Jahre statt Monate, kippt die Rechnung. Dann ist ein Kauf oder ein gebrauchter Lift meist günstiger, weil bei der Miete dauerhaft Monatsbeträge anfallen.
Wie die Kosten entstehen
Mietmodelle bestehen üblicherweise aus zwei Teilen: einer einmaligen Gebühr für Einbau und Abbau und einer laufenden Monatsmiete. Eine seriöse Pauschale lässt sich nicht nennen, weil die Konditionen je Anbieter stark schwanken. Lassen Sie sich deshalb beide Posten getrennt ausweisen, fragen Sie nach Mindestlaufzeit und Kündigungsfrist und holen Sie mehrere Angebote ein. In einer Umfrage der Verbraucherzentrale haben nur wenige Befragte gemietet, die meisten kauften neu oder gebraucht.
Die Alternativen abwägen
Bevor Sie mieten, lohnt der Vergleich. Bei dauerhaftem Bedarf ist oft ein gebrauchter Lift die bessere Wahl, bei sehr kurzer Einschränkung manchmal ein mobiler Treppensteiger ganz ohne Einbau. Diese Möglichkeiten ordnen wir unter Alternativen zum Treppenlift ein. Eine erste Preisspanne für den Kauf gibt der Kostenrechner.
Auch bei der Miete gilt: Mit anerkanntem Pflegegrad kann die Pflegekasse helfen. Der Förder-Check zeigt, was möglich ist.