Wer in Hamburg das Bad barrierefrei umbaut, kann zusätzlich zur Pflegekasse einen Landeszuschuss der IFB Hamburg beantragen. Das Programm gilt für selbstgenutztes Wohneigentum und nennt die bodengleiche Dusche und rollstuhlgerechte Badausstattung ausdrücklich als förderfähig. Einkommensgrenzen gelten, die Beratungsstelle Barrierefrei Leben prüft mit Ihnen, ob das Programm passt.
Für Hamburger Altbauten im Backsteinbestand ist der barrierefreie Badumbau oft aufwendiger als im Neubau: Die alten Grundrisse und fehlende bodengleiche Abflüsse erfordern manchmal einen kompletten Bodenaufbau. Umso wichtiger ist ein Festpreisangebot vorab. Dieser Überblick fasst IFB-Programm, Kostenspanne und Beratung in der Hansestadt zusammen.
Förderung für einen barrierefreien Badumbau in Hamburg
Zusätzlich zu den bundesweiten Töpfen (siehe unten) gibt es in Hamburg dieses örtliche Programm. Wichtig: den Antrag immer vor Beginn der Arbeiten stellen. Angaben sind möglich, keine Garantie.
Barrierefreier Umbau von selbstgenutzten Eigenheimen
Pauschale je Maßnahmenmodul: fürs Bad 7.480 € (barrierereduziert), 8.650 € (barrierefrei mit stufenlosem Duschbereich) oder 13.640 € (rollstuhlgerecht) je Wohneinheit; die Summe aller Module ist auf 20.000 € je Wohnung gedeckelt, unter 3.000 € Gesamtzuschuss gibt es keine Förderung
IFB Hamburg (Investitions- und Förderbank Hamburg)
Voraussetzung: Selbstgenutztes Wohneigentum in Hamburg, Einkommensgrenzen nach Hamburger Wohnraumförderungsgesetz, Antrag vor Baubeginn zwingend
Hinweis: Die 20.000 € sind der Gesamtdeckel für alle Module zusammen, etwa Bad plus Treppenlift plus Türverbreiterung, nicht der Betrag fürs Bad allein. Der Pauschalbetrag wird gekürzt, wenn die Rechnung niedriger ausfällt. Es gelten zwei Einkommensstufen: bis 70 % über der Grenze nach § 8 HmbWoFG die vollen Beträge, darüber bis 100 % höchstens 70 % davon. Kein Rechtsanspruch, Antrag vor Baubeginn.
Zum FörderprogrammPflegekasse und KfW
Zuschuss bis 4.180 €
Mit anerkanntem Pflegegrad zahlt die Pflegekasse bis zu 4.180 € je Maßnahme für den barrierefreien Umbau (§ 40 Abs. 4 SGB XI). Der KfW-Zuschuss 455-B „Altersgerecht Umbauen“ ist derzeit nicht beantragbar, die Bundesmittel für Barrierereduzierung sind ausgeschöpft. Frühestens 2027 sind wieder Anträge möglich, zugesagt ist das nicht (Stand 4. August 2026). Es bleiben der KfW-Kredit 159 über bis zu 50.000 € je Wohneinheit, ein Darlehen und kein Zuschuss, und die Steuerermäßigung nach § 35a EStG.
Förderung im DetailWie Hamburg im bundesweiten Vergleich dasteht, zeigt unser Förderatlas barrierefreies Wohnen: eine Auswertung von 18 Städten, welche davon noch echte Zuschüsse zahlen und welche nur noch Kredite anbieten.
Was kostet ein barrierefreier Badumbau in Hamburg?
Hamburger Altbauten stellen beim Badumbau oft besondere Anforderungen: Viele Gründerzeit- und Backsteinhäuser haben keinen bodengleichen Abfluss, ein neuer Bodenaufbau ist dann Pflicht. Das treibt die Kosten gegenüber dem bundesweiten Richtwert (3.000 bis 8.000 Euro) auf 5.000 bis 10.000 Euro. Mit dem IFB-Zuschuss und der Pflegekasse lässt sich ein erheblicher Teil davon abdecken. Den Förder-Check ohne Kontaktdaten finden Sie auf der Förderseite.
Kostenlose Beratung in Hamburg
Vor einer Entscheidung lohnt der Gang zu einer neutralen Beratungsstelle. Diese Stellen in Hamburg beraten kostenlos und helfen auch beim Förderantrag:
Anbieter in Hamburg finden und vergleichen
Hamburg hat ein dichtes Netz an Sanitär- und Badbetrieben. Neben bundesweiten Anbietern gibt es viele Fachbetriebe, die auf die hanseatischen Altbau-Grundrisse spezialisiert sind. Lassen Sie vor Ort messen und bestehen Sie auf einem schriftlichen Festpreisangebot. Den passenden geprüften Fachbetrieb finden Sie über die kostenlose, unverbindliche Anfrage bei hausnah24: Wir verbinden Sie mit geprüften Fachbetrieben, sobald die Vermittlung in Ihrer Region startet.
Mehr dazu: Anbieter vergleichen und der Badumbau-Überblick.
Badumbau in anderen Städten
Neben Hamburg haben wir örtliche Förderung, Kostenspannen und Beratung auch für diese Städte geprüft:
Passende Ratgeber zum Thema Badumbau
Mehr Hintergrund, unabhängig und mit Quellen, im hausnah24-Ratgeber:
- Bad altersgerecht umbauen: Checkliste für den richtigen Zeitpunkt und die wichtigsten Maßnahmen
- Eigenanteil beim Badumbau senken: Förderung clever kombinieren
- Die häufigsten Fehler beim Badumbau und wie Sie sie vermeiden
- Badumbau zur Miete: Welche Rechte Mieter beim altersgerechten Umbau haben
- Zuschuss für den Badumbau bei der Pflegekasse beantragen: Schritt für Schritt