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Wärmepumpe · Standort

Wärmepumpe in Frankfurt: Modernisierungsbonus der Stadt, Kosten und Beratung

Frankfurt bezuschusst den Heizungstausch über den Modernisierungsbonus mit 35 Prozent der förderfähigen Kosten, zusätzlich zur Bundesförderung. Es gibt allerdings eine wichtige Einschränkung, wenn vor Ihrem Haus ein Fernwärmenetz liegt. Hier lesen Sie, was gilt.

Die Inhalte entstehen auf Basis offizieller Quellen wie KfW, BAFA, Verbraucherzentrale, co2online, Stiftung Warentest und Herstellerangaben; die verwendeten Quellen stehen am Ende des Beitrags.

Graue Luft-Wasser-Wärmepumpe als Außengerät neben einem Frankfurter Altbau-Wohnhaus, im Hintergrund am Horizont die Skyline.
Symbolbild

Wer in Frankfurt die alte Heizung gegen eine Wärmepumpe tauscht, kann zusätzlich zur KfW-Heizungsförderung des Bundes einen Zuschuss der Stadt beantragen. Er läuft über das Frankfurter Programm zur Modernisierung des Wohnungsbestandes, kurz Modernisierungsbonus, und beträgt 35 Prozent der förderfähigen Kosten. Anders als viele kommunale Programme ist er nicht auf einen festen Euro-Betrag gedeckelt, sondern auf einen Kostenrahmen je Quadratmeter Wohnfläche.

Eine Bedingung sollten Sie vor allem anderen prüfen: Besteht für Ihr Grundstück die technische Möglichkeit, unmittelbar an ein Nah- oder Fernwärmenetz anzuschließen, fördert die Stadt eine Wärmepumpe in der Regel nicht. Das entscheidet sich adressgenau, nicht nach Stadtteil. In den äußeren Frankfurter Lagen mit Ein- und Zweifamilienhäusern besteht eine solche Anschlussmöglichkeit meist nicht, in den verdichteten Quartieren häufiger.

Förderung für eine Wärmepumpe in Frankfurt am Main

Zusätzlich zu den bundesweiten Töpfen (siehe unten) gibt es in Frankfurt am Main dieses örtliche Programm. Wichtig: den Antrag immer vor Beginn der Arbeiten stellen. Angaben sind möglich, keine Garantie.

Zuschuss

Modernisierungsbonus (Frankfurter Programm zur Modernisierung des Wohnungsbestandes)

35 Prozent der förderfähigen Kosten. Beim reinen Heizungstausch sind höchstens 650 Euro je Quadratmeter Wohnfläche als Kosten förderfähig; einen absoluten Höchstbetrag je Gebäude nennt die Richtlinie dafür nicht.

Stadt Frankfurt am Main, Stadtplanungsamt

Voraussetzung: Antrag vor Maßnahmenbeginn, Mindestinvestition in der Regel 10.000 Euro je Liegenschaft, Energieberatungsbericht nach BAFA-Vorgaben, Einhaltung der BEG-EM-Mindestanforderungen. Keine Förderung, wenn ein unmittelbarer Anschluss an ein Nah- oder Fernwärmenetz technisch möglich ist.

Hinweis: Wörtlich aus der Förderrichtlinie: „Sofern die technische Möglichkeit zum unmittelbaren Anschluss an ein Nah- oder Fernwärmenetz gegeben ist, werden in der Regel keine dezentralen Wärmeversorgungsalternativen gefördert." Eine Wärmepumpe zählt dazu. Lassen Sie deshalb vor dem Antrag beim Stadtplanungsamt für Ihre Adresse klären, ob eine Anschlussmöglichkeit besteht. Weiter gilt: Ein Rechtsanspruch besteht nicht, die Bewilligung erfolgt im Rahmen der Haushaltsmittel, und die Stadt weist selbst darauf hin, dass wegen des hohen Interesses nicht alle Anträge im laufenden Jahr bewilligt werden können. Rechnen Sie mit rund acht Wochen Bearbeitungszeit ab vollständigen Unterlagen, und beginnen Sie erst nach der Bestätigung. Die früher genannte Zusatzförderung für erneuerbare Energien wird seit der BEG-Änderung vom 17. Juli 2026 nicht mehr gewährt.

Zum Förderprogramm
Bundesweit

KfW-Heizungsförderung und BAFA

bis 70 % / max. 19.600 €

KfW-Zuschuss 458 für den Heizungstausch (Grundförderung, Klimageschwindigkeits- und Einkommensbonus, zusammen in der Regel bis 70 %, höchstens 19.600 € bei der ersten Wohneinheit; für Selbstnutzer mit niedrigem Haushaltseinkommen bis 80 % und höchstens 22.400 €). Effizienzmaßnahmen an Hülle und Anlagentechnik laufen über die BAFA.

Förderung im Detail

Was kostet eine Wärmepumpe in Frankfurt am Main?

Für eine Luft-Wasser-Wärmepumpe mit Einbau sind bundesweit etwa 22.000 bis 28.000 Euro üblich, Erdwärme liegt darüber (Richtwert co2online). Im Rhein-Main-Gebiet liegen die Handwerkerpreise eher am oberen Rand dieser Spanne. Dafür ist der Frankfurter Zuschuss prozentual und wächst mit der Rechnung: Bei 25.000 Euro förderfähigen Kosten sind 35 Prozent rund 8.750 Euro, zusätzlich zur KfW-Förderung. Beachten Sie aber, dass beide Töpfe zusammen die Gesamtkosten nicht übersteigen dürfen und die Förderquote begrenzt sein kann. Eine erste Größenordnung bekommen Sie über den Kostenrechner, ohne Kontaktdaten zu hinterlegen.

Kosten berechnen

Kostenlose Beratung in Frankfurt am Main

Vor einer Entscheidung lohnt der Gang zu einer neutralen Beratungsstelle. Diese Stellen in Frankfurt am Main beraten kostenlos und helfen auch beim Förderantrag:

Anbieter in Frankfurt am Main finden und vergleichen

Frankfurt ist geprägt von Gründerzeitbauten in den innenstadtnahen Vierteln und von Ein- und Zweifamilienhäusern in den Randlagen wie Nieder-Erlenbach, Harheim oder Zeilsheim. Für die Wärmepumpe macht das einen Unterschied: In dicht bebauten Straßen ist der Standort des Außengeräts die Knacknuss, in den Randlagen eher die Frage, ob die vorhandenen Heizkörper mit niedrigerer Vorlauftemperatur zurechtkommen. Weil der Modernisierungsbonus einen Energieberatungsbericht nach BAFA-Vorgaben verlangt und der Antrag vor Beginn gestellt sein muss, zahlt sich ein Betrieb aus, der diesen Ablauf kennt und die Förderung sauber in ein schriftliches Festpreisangebot einrechnet. Den passenden geprüften Fachbetrieb finden Sie über die kostenlose, unverbindliche Anfrage bei hausnah24: Wir verbinden Sie mit einem geprüften Fachbetrieb aus unserem Partnernetz.

Mehr dazu: Anbieter vergleichen und der Wärmepumpe-Überblick.

Wärmepumpe in anderen Städten

Neben Frankfurt am Main haben wir örtliche Förderung, Kostenspannen und Beratung auch für diese Städte geprüft:

Passende Ratgeber zum Thema Wärmepumpe

Mehr Hintergrund, unabhängig und mit Quellen, im hausnah24-Ratgeber:

Häufige Fragen, Wärmepumpe in Frankfurt am Main

Wie viel Förderung gibt es für eine Wärmepumpe in Frankfurt?

Zusätzlich zur KfW-Heizungsförderung des Bundes (in der Regel bis 70 Prozent, höchstens 19.600 Euro) zahlt die Stadt Frankfurt über den Modernisierungsbonus einen Zuschuss von 35 Prozent der förderfähigen Kosten. Beim reinen Heizungstausch sind dabei höchstens 650 Euro je Quadratmeter Wohnfläche als Kosten anrechenbar. Bei 25.000 Euro förderfähigen Kosten wären das rund 8.750 Euro. Ein Rechtsanspruch besteht nicht, die Bewilligung hängt an den verfügbaren Haushaltsmitteln, und beide Förderungen zusammen dürfen die tatsächlichen Kosten nicht übersteigen.

Bekomme ich den Frankfurter Zuschuss auch, wenn Fernwärme vor dem Haus liegt?

In der Regel nicht. Die Förderrichtlinie sagt wörtlich: „Sofern die technische Möglichkeit zum unmittelbaren Anschluss an ein Nah- oder Fernwärmenetz gegeben ist, werden in der Regel keine dezentralen Wärmeversorgungsalternativen gefördert." Eine Wärmepumpe ist eine solche dezentrale Alternative. Entscheidend ist dabei Ihr konkretes Grundstück, nicht der Stadtteil, und die Formulierung „in der Regel" lässt Einzelfallentscheidungen zu. Klären Sie das deshalb vor dem Antrag beim Stadtplanungsamt für Ihre Adresse, bevor Sie planen.

Was muss ich in Frankfurt vor dem Antrag erledigen?

Drei Dinge. Erstens brauchen Sie einen Energieberatungsbericht, der nach den Vorgaben des BAFA erstellt ist. Zweitens muss der Antrag gestellt und die Förderfähigkeit bestätigt sein, bevor Sie mit dem Einbau beginnen; die Stadt rechnet mit etwa acht Wochen Bearbeitungszeit ab vollständigen Unterlagen. Drittens gilt eine Mindestinvestition von in der Regel 10.000 Euro je Liegenschaft, was bei einer Wärmepumpe normalerweise erreicht wird. Die Stadt weist außerdem darauf hin, dass wegen des hohen Interesses nicht alle Anträge im laufenden Kalenderjahr bewilligt werden können.

Quellen

Diese Angaben dienen der allgemeinen Orientierung und ersetzen keine individuelle Beratung im Einzelfall. Förderbeträge sind möglich, keine Garantie; den Antrag in der Regel vor Beginn der Maßnahme stellen.